SANIERUNG &
ERWEITERUNG
STUDIENHOSPITAL,
MÜNSTER
Die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Studienhospitals des Universitätsklinikums Münster nutzt die vorhandene Bausubstanz und entwickelt sie zu einem modernen Lern- und Ausbildungsort weiter. Es entstehen zeitgemäße Räume für Lehre, Forschung und Ausbildung. Das pädagogische Konzept wird durch neue Raumtypologien integral verankert.
Das bisher fragmentierte Ensemble aus Einzelbaukörpern wird durch die Ergänzungen städtebaulich zu einem Gesamtbaukörper zusammengefasst – mit einer eindeutigen Adresse und einem gefassten Vorplatz.
Der L-förmige Erweiterungsbau bietet neue Lernräume. Quadräume – bis in vier Einzelräume teilbare, multifunktionale Seminarräume – bieten höchste Flexibilität für verschiedenste Kursformate und Lerngruppengrößen.Weitere Seminarräume können wahlweise einzeln oder gemeinsam mit dem Atrium zusammengeschaltet werden.
Offene Bereiche machen die Erschließungszonen zu Orten des informellen Lernens für Kleingruppen. Im Obergeschoss befinden sich Simulationsräume, in denen verschiedene Notfall- und Behandlungsszenarien lebensecht erlernt werden können. Dazu gehören ein 360°-Projektionsraum und Übungskreißsäle.
Ein transparenter Eingangsbau verbindet zwei Klinkerbauten aus den fünfziger Jahren. Als zweigeschossiger Raum bildet er den Auftakt und übernimmt mit einer eingestellten Verbindungsbrücke eine zentrale Funktion für die Erschließung des Gebäudes. Er vermittelt zwischen divergierenden Bestandshöhen und ermöglicht eine barrierefreie Erschließung aller Gebäudeteile. Der entstehende Umlauf vernetzt alle Bereiche zu einem zusammenhängenden Studienhospital.
Rückseitig wird ein L-förmiger Anbau ergänzt, der das Ensemble zu einem Ringbaukörper schließt und einen geschlossenen Innenhof entstehen lässt. Dieser wird durch seine Überdachung aus ETFE-Kissen zum neuen Herzstück des Studienhospitals. Als Atrium vernetzt er die unterschiedlichen Bereiche und schafft einen offenen Ort für Begegnung, Aufenthalt und Kommunikation. Das Konzept setzt dabei auf kurze Wege, klare Raumbeziehungen und eine flexible Nutzung der Flächen für Veranstaltungen, Präsentationen und gemeinschaftliche Formate.